WESEN UND CHARAKTER DES SAMOJEDEN BY HEIDI WEISS

Der Samojede ist: Intelligent, zuverlässig, neugierig und immer zuständig für alles und jedes, ist der Samojede ein “Allrounder”.

Er ist ein aufgeweckter, wacher Hund aber niemals ein Wachhund! Auf Grund seiner großen Menschenfreundlichkeit eignet sich diese Rasse keinesfalls für den Schutzhundbereich! Sein berühmtes Samojedenlächeln bringt er mit und packt es - quasi als tägliches Geschenk – aus, verschenkt es großzügig an Gäste, Haustiere, Artgenossen und Mitbewohner. Der Samojede sucht die Nähe des Menschen, bei Tag und in der Nacht. Allein gelassen in einem Zwinger oder Stall verbannt, verkümmert er. Der Samojede muss in den Tagesablauf mit eingebunden werden, sollte aber auch von Welpenbeinen an lernen einmal allein zu bleiben. 

Er ist sehr kinderfreundlich, sofern die Sprößlinge den Hund in Ruhe lassen, wenn er sich zurückzieht.


Der Samojede ist niemals ein Unruhestifter, solange er mit ausreichendem Kontakt zu Artgenossen aufwuchs. So schließt er sich gerne an andere Hunde an und geht Raufereien meist aus dem Weg. Er kann sich aber durchaus wehren wenn er gezwungen wird, zu kämpfen.

  ANSPRÜCHE

Samojeden sind keine Sportgeräte die jeden Tag stundenlang rennen müssen um glücklich zu sein und sie sind keine Einmannhunde. Vielmehr brauchen sie Familienanschluss, geistige Anregung und gemeinsame Unternehmungen mit ihren Menschen.   Der Samojede benötigt täglich ca. 2 Stunden Auslauf, langweilt sich jedoch bei immer der gleichen Routine. Heutzutage stehen dem Besitzer viele Beschäftigungsmöglichkeiten offen wie etwa die Rettungs- und Therapiehundarbeit, der Turnierhundesport, das Agility oder der Flyball, die Zugarbeit (Pulka, Trainingswagen, Schlitten), das Fahrradfahren, Joggen oder Wandern (auch Packtaschen tragen).

DER SAMOJEDE ALS SCHLITTENHUND

Er ist ein ausdauernder Traber, welcher auch schwere Lasten über einen längeren Zeitraum hinweg zu ziehen vermag, er ist aber niemals ein Sprinter. Liebt man die Geschwindigkeit, so sollte man sich lieber einen Husky nehmen.  

  ERZIEHUNG

Der Samojede ist ein selbständiger Hund und nicht sehr unterordnungsbereit. Militärischer Drill oder Prügel machen ihn unnahbar und verstockt. Bei sehr konsequenter, aber liebevoller Führung, einer menge Zuwendung, der nötigen Geduld und entsprechendem Lob im richtigen Augenblick, sowie dem nötigen Wissen über seine ursprünglichens Verhalten, ist der Samojede sehr lernfähig und vielseitig einsetzbar. Seine Vorliebe für kleine Leckerbissen und die aussergewöhnliche Freude an jeglicher Art von Arbeit, am beschäftigt werden, kommt einem hierbei zugute.

Sicher, es ist manchmal schwer sich gegen einen Hund durch zu setzen, welcher einem fröhlich grinsend entgegenblickt und Luftsprünge vor Freude macht.


Diese Hunde entwickeln erstaunliche Kräfte, wenn sie mit ihren Besitzern spazieren gehen, mit aller Kraft voranstreben und an der Leine ziehen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, wenn man das Tier überwiegend frei laufen lassen kann.

  DER JAGDINSTINKT

Er ist zum Glück beim Samojeden nicht so stark ausgeprägt wie bei den anderen Schlittenhunderassen. Man sollte aber bereits den Welpen daran hindern, hinter allem was sich bewegt, her zu laufen. Der Hund sollte  sich nie zu weit von seinem Besitzer entfernen. Dieser muss beispielsweise Wild vor seinem Hund sehen, ehe der Samojede dies erblickt und ihn zu sich heranrufen können, ehe er “durchstartet”. 

  IM HAUS UND GARTEN

Besitzt man einen Garten, so sollte man diesen einzäunen, denn der Samojede ist kein “haus-gebundener” Spitz. Unbeschäftigt und unbeaufsichtigt wird er zum Streuner. In Bezug auf die Gestaltung eines Gartens hat der Samojede seine ganz persönlichen Ansichten. Im Haus ist der Samojede ruhig und angenehm zu halten. 

  BELLEN

Sobald er nach draußen geht, erwacht sein Temperament und bei manch einem Vertreter auch seine Bellfreude. Bellen sollte man von Anfang an konsequent unterbinden bzw. einschränken.

Mit Sicherheit wird es einem mit einem Samojeden nie langweilig werden.

  PFLEGE

Bei regelmäßiger Pflege (1-2x wöchentlich gründlich Bürsten) ist das Fell des Samojeden pflegeleicht und ohne den üblichen Hundegeruch. Der Fellwechsel erfolgt ca. 2x jährlich. Dann verliert der Hund eine Menge Unterwolle und muss öfter gebürstet werden. Man sollte Samojeden möglichst wenig baden, da sie ein leicht fettiges “selbstreinigendes”  Fell besitzen.

  SOMMERHITZE

Viele Menschen glauben, dass diese nordischen Hunde auf Grund ihres dicken Fells in unseren Breitengraden unter der Sommerhitze leiden. Das ist aber nicht der Fall. Ein Fell von vorzüglicher Qualität schützt den ausgewachsenen Samojeden ebenso vor Kälte als auch vor Hitze. Es wirkt sozusagen als Isolator. Solche Samojeden legen sich selbst bei hohen Temperaturen in die pralle Sonne und geniessen dies offensichtlich. Natürlich geht man nicht gerade im Hochsommer zur Mittagszeit spazieren und sorgt für einen kühlen Platz in Haus und Garten, an den sich der Hund bei Bedarf zurückziehen kann. 

  WACHSTUM

Samojeden gehören zu den schnellwachsenden, mittelgroßen Rassen, welche zu Hüftgelenksproblemen neigen. Darum sollte man vor allem beim Welpen und Junghund darauf achten, dass die Nahrung nicht zu reichhaltig ist, nicht zu viele Rohproteine enthält und das Calcium/Phosphor Verhältniss stimmt. Da Samojeden gute Futterverwerter sind, ist eine regelmäßige Gewichtskontrolle obligatorisch. Heranwachsende Hunde sollten anfangs auch nicht zu lange, dafür lieber öfter spazieren geführt werden. Mit dem Springen und Ziehen sollte erst ab ca. 11 Monaten begonnen werden. 

  AUSSEHEN 

Das leuchtend weiße Fell wird zwar von vielen Besitzern, Züchtern und Richtern bevorzugt, jedoch sind Tiere mit bisquit- oder cremefarbebem Fell für die Erhaltung des schwarzen Hautpigmentes unerläßlich. Die Augenfarbe ist mittel- bis dunkelbraun. Blaue Augen führen zur Disqualifikation.

  GRÖSSE

Die Schulterhöhe beim Samojeden-Rüden beträgt 54-60 cm und bei der Hündin 50-56 cm.

  ALTER

Die Lebenserwartung liegt bei 13-14 Jahren