IG-Samojede Deutschland - Funsportarten


Funsport by Heidi Weiss




TRICKDOGGING 


Beschäftigen Sie Ihren Samojeden bevor er sich aus Langeweile eine Beschäftigung sucht die Ihnen vielleicht nicht gefällt. Samojeden sind ja ursprünglich für verschiedene Zwecke gezüchtet worden und möchten auch heutzutage auf irgendeine Weise arbeiten, möglichst abwechslungsreich beschäftigt werden.



Das erlernen von Tricks ist eine sinnvolle und spassig Beschäftigungsmöglichkeit für Hunde jeden Alters. Für Welpen und Junghunde, da sie noch nicht so weit laufen dürfen, für arbeitende Hunde bei schlechten Witterungsverhältnissen (z.B. Bei Vereisung und extremer Hitze, nach dem Impfen) und an Ruhetagen. Auch Senioren können noch tricksen lernen, es dauert eben etwas länger und es kommt nur darauf an, es ihnen richtig zu vermitteln.


Trickdogging, ein alltagstaugliches Training auf Basis positiver Bestärkung, das ohne viel Aufwand und Zeit ermöglicht, Samojeden geistig zu fordern und zu fördern. Gleichzeitig festigt es die Bindung zwischen Mensch und Tier.





MARINA AREND zeigte uns, zusammen mit ihrer 3 jährigen Samojedenhündin Peppy Onida beautiful of Whiteline, wie man aus verschiedenen Tricks bzw. Dog-Dance-Übungen sogar eine kleine Koreographie erstellen kann. Später fügt man dann noch eine passende Hintergrundmusik hinzu:


   http://www.vidup.de/v/TCDtB/




Samojeden zeigen bei der Arbeit mit Kindern meist eine unglaubliche Gelassenheit und Nachsicht.


Die nachfolgenden Übungen welche uns die Brüder NICLAS und MARCEL vorführen, sind nicht im Video zu sehen. Sie haben diese unter Anleitung von Marina Arend gelernt, zeigen sie aber selbständig.






Bindung durch Beschäftigung      http://www.workontour.de/index.html



Wichtig: Man sollte sich Zeit nehmen und eine stressfreie Umgebung wählen. Viele kleine erreichbare Ziele und Übungseinheiten bringen auch viele Erfolgserlebnisse. So wird der Hund nicht überfordert und macht schnell Fortschritte.


Der nonverbale Aufbau 


Samojeden achten sehr auf unsere Körperreaktionen. Stimmen diese dann nicht mit dem Klang unserer Stimme überein kann ihn das verunsichern. Durch das Weglassen der Sprache veranlassen wir den Hund wieder vermehrt auf unsere Körpersignale (Spannung, Entspannung, Bewegungen, Haltung) zu achten und sich daran zu orientieren. Betrachtet man die Übungen im Video und die Bilder genauer, sieht man das den Hunden betimmte Übungen mit bestimmten Handzeichen beigebracht wurden.


Natürlich kommt man nicht ganz ohne Kommandos aus, sie sollten aber nur immer gleich, kurz und knapp gegeben werden.


Belohnt wird  je nach Samojedencharakter mit Clicker, Spielzeug oder Leckerli. Darf sich der Samojede eine Mahlzeit erarbeiten ist das viel spannender als blosses fressen aus dem Futternapf.




INTELLIGENZ-SPIELE


Vierbeinige Schlafmützen” sind out. Hundefreunde wollen ihren vierbeinigen Kumpel auch geistig auslasten und seine grauen Zellen in Schwung bringen. Intelligenzspielzeuge für Hunde liegen deshalb voll im Trend.


Lassen Sie bitte Ihren Hund mit keinem der Intelligenzspiele unbeaufsichtigt. Es besteht bei jedem Hundespielzeug die Gefahr, das sie zerbissen werden und sich Ihr Hund an verschluckten Teilen verletzen kann.  Es sind Trainingsspiele für Hunde zusammen mit ihren Besitzern. Halten Sie beim Spielen (besonders am Anfang) das Spiel fest damit es nicht wegrutscht!


Grundsätzlich: Achten Sie darauf, dass Ihr Hund Spaß beim Spielen hat. Nehmen Sie besonders leckere Leckerchen. Beenden Sie das Spiel immer mit einem Erfolg, notfalls mit einem extra Leckerchen. Loben Sie ihn überschwänglich für seine Erfolge und überfordern Sie ihn nicht.


Der Hund muss sehen (also nicht zu weit weggehen am Anfang), was Sie tun und die Belohnung riechen, aber er muss warten, bis Sie mit dem Bestücken der Box fertig sind. Am besten legt man ihn dafür ab, er darf auch nur auf einen Befehl hin aufstehen, darf nicht versuchen direkt an die Leckerchen heran zu gehen. Das bedeutet für den Halter viel Ruhe, Geduld, den Hund bremsen” aber gleichzeitig seine Motivation und Konzentration zu erhalten.


Es gibt sehr verschiedene INTELLIGENZ-SPIELE, aus Holz und Plastik, von leicht bis schwer bzw. kompliziert-er,  je nach Schwierigkeitsgrad in der Ausführung. Logischerweise beginnt man mit einfacheren Spielen, damit der Samojede auch Erfolgserlebnisse hat. Erstaunlich für mich war es zu sehen wie ISI, -bei der ich das zum ersten Mal testete-, so gut wie keine Hilfe benötigte. Sie probierte einfach verschiedenes aus und brachte sich die Tricks (mit der Nase schieben, mit den Zähnen packen und herausziehen, mit der Pfote drücken) sozusagen selbst bei. Diese Spiele sind allerdings nicht billig, wenn man Gute bekommen möchte. Ich habe mich umgehört und die verschiedenen Spiele geliehen oder getauscht. Zwei Holz-Spiele waren selbst hergestellt. Also auch eine Möglichkeit für geschickte Handwerker.




Die DOG ACTIVITY POKER BOX:


Grundplatte mit 4 Kästchen (Fächern), variabel zu platzieren, so kann man sie auch später einzeln im Haus oder garten versteckt plazieren.


In die Kästchen werden kleine Leckerlis versteckt, die Ihr Hund versucht aufzuspüren. Ist recht anspruchsvoll und soll nicht für Einsteiger geeignet sein.


Nach einer gewissen Übungszeit gelingt es ihm, den Kunststoffkegel zu fassen und die Klappe anzuheben, die weitere Klappe von unten an zu heben und um zu klappen, damit sie sich öffnet, das Schubfach mit seiner Nase oder seinen Pfoten zu öffnen und sich die Belohnung zu erobern. ISI beherrschte diese Aufgaben bereits bis zur 2. Übungseinheit (1 Einheit maximal 8 Minuten, 1/2 Tag Pause), also ziemlich schnell, obwohl es ihr erstes Intelligenzspielzeug war. Für die das 4. Kästchen, bei dem man die Kordel des Deckels, mit dem Maul packen, festhalten und hochheben muss, benötigte sie 4 Einheiten.




Der FIGHTER:


Ein Brettspiel mit 7 Hütchen und zwei Klötzchen. Unter die Hütchen und Klötzchen werden Leckerchen gelegt. Die Hütchen werden dann ans schmale Kanalende gezogen. Der Hund muss die Hütchen mit der Nase oder Pfote zurückschieben und die Hütchen abheben, um an die Leckerchen zu kommen.




DasSlider-Spiel”:


Spiel mit Schiebfächern: Leckerchen verstecken, durch Schieben der Öffnungen muss der Hund das Leckerli finden. Die Schieber können in verschiedene Richtungen bewegt werden, da hilft wildes Herumschieben nicht viel, der Hund ( in diesem Fall ist es der Rüde QIMUKTA, daunter  Hündin ISI und der Rüde NUOK) muss nachdenken”.




 TREIBBALL:


Eine noch nicht sehr verbreitete Sportart, in der zuverlässige Distanzarbeit, das Treiben von großen Gymnastikbällen und ein gutes Mensch-Hund-Team gefragt sind.                  Samojeden sind verspielt und einige haben auch heutzutage noch ursprünglich Hüte-Sequenzen (Einkreisen und Zusammentreiben) in ihrem Verhaltensrepertoire.     Treibball ist eine auslastende Ersatzbeschäftigung für alle Altersgruppen insbesondere für den jungen und älteren Samojeden (auch mit Handicap sofern er ansonsten körperlich gesund ist und keine Hals-oder Nackenprobleme hat) da keine Sprünge und kein abruptes Abbremsen aus hoher Geschwindigkeit verlangt werden. 




Auf dem oberen Foto sieht man HEIDI SCHIPPER mit ihrem SamojedenrüdenKISSMO.  Sie schrieb mir: ” Inzwischen sind meine Samojeden nicht mehr die Jüngsten und wir übertreiben es mit dem Training nicht mehr – aber wir machen noch ganz viel Clickerarbeit, auch noch Dogdance ( aber keine Drehungen und keine Rückwärtsbewegungen mehr ) und Kissmo liebt es sein Dummy zu suchen und zu bringen oder auch seine Treibbälle zu stupsen. Auch wenn die Samojeden nicht immer Höchstleistung zeigen, sie lieben es zu arbeiten – allerdings nur wenn sie einen Sinn darin sehen und nicht immer für ein Leckerli” 




Müssen wir den Samojeden jetzt rund um die Uhr beschäftigen?


Nein. Auch Beschäftigungen ohne den Menschen sollten nicht zu kurz kommen, wie z.B. das Ausschlecken und spielen mit lecker gefülltem Kong, mit geeignetem  Hundespielzeug, Leckerliespender usw.



            QIMUKTA beautiful of Whiteline mitseiner Frisby-Scheibe


Nur bitte nicht “übertreiben” mit den Spielzeugmengen, weniger ist oft mehr, lieber mal wechseln.


Frisby” oder Ball” suchen und fangen.


Auch wenn der Samojede naturgegeben kein Apportierhund ist, kann man ihn dennoch mit Ball oder anderen werfbaren Gegenständen beschäftigen. Wenn sie Gefallen daran haben, spielen Samojeden auch allein, wie hier zu sehen ist, Ball hochwerfen und dann versuchen zu fangen:




Ausgelassenes Toben mit dem Hund baut Spannungen ab. Rennen Sie mit ihm um die Wette oder spielen Sie fangen. Verstecken Sie Futter unterwegs, in Haus und Garten und beobachten wie der Hund es sucht.


Ich mag keine Hunde mit Kadavergehorsam, ich mag Samojeden die freudig und mit Spaß arbeiten, die von sich aus Aktionen anbieten und etwas lernen wollen. Ich erwarte keine Perfektion, ich bin es auch nicht, so passen wir gut zusammen.